CRM · Wirtschaftlichkeit

Lohnt sich ein CRM-System? So rechnet sich die Investition (ROI)

Vor der Einführung eines CRM-Systems stellt sich oft die Frage, ob sich die Investition wirklich lohnt. Wann amortisiert sich ein CRM, und welches sind die Stellschrauben, um eine ganzheitliche Rendite zu berechnen? Hier finden Sie die Antworten und ein einfaches Rechenbeispiel.

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Von Jacobus OnnekenAktualisiert: September 2026Lesezeit: ca. 3 Min.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Return on Invest (ROI) einer CRM-Software lässt sich an drei Punkten festmachen: Produktivität, Rentabilität sowie Kosten und Erträge.
  • Schon 10 Minuten weniger Informationsrecherche pro Tag relativieren die Kosten, gerechnet mit 35 Euro pro Mitarbeiter und Stunde.
  • CRM steigert die Rentabilität durch mehr Wissen über Kunden, höhere Abschlussraten und weniger Kundenverluste.
  • Ein Werkzeug allein verändert nichts. Customer Relationship Management muss im ganzen Unternehmen gelebt werden.

Woran sich der ROI von CRM festmachen lässt

Der Return on Invest bei CRM-Software lässt sich an drei Punkten festmachen:

  • Steigerung der Produktivität
  • Steigerung der Rentabilität
  • Kosten und Erträge

Was ein CRM ist und leistet, erklärt Was ist ein CRM-System? Über die Wahl zwischen Lizenz und Open Source informiert CRM: Open Source oder Lizenz?

Produktivität: Zeit ist Geld

Der Einsatz von CRM-Systemen steigert die Produktivität der Mitarbeitenden. Denn CRM-Systeme erhöhen die Transparenz, lösen idealerweise Informationssilos auf und vereinfachen die Kommunikation.

Rechenbeispiel: 10 Minuten pro Tag

Schon 10 Minuten weniger Informationsrecherche pro Tag relativieren die Kosten. Als Beispiel gerechnet mit einem Kostenpunkt von 35 Euro pro Mitarbeiter und Stunde: 10 Minuten entsprechen knapp 6 Euro pro Tag, hochgerechnet auf 220 Arbeitstage rund 1.280 Euro pro Mitarbeiter und Jahr.

Jacobus Onneken, Gründer von 360° BizDevelopment, sagt dazu: „Das System bringt zentralisiertes Wissen, das heißt, ich sehe, was in der Pipeline ist, und kann alles besser planen. Es ist ein Werkzeug, das allen hilft. Sie können davon ausgehen, dass pro Mitarbeiter und Woche mehrere Arbeitsstunden gespart werden.“

Rentabilität: Kundenbeziehungen statt Kundenlisten

CRM ist ein Werkzeug zur Pflege der Kundenbeziehungen. Es managt nicht die Kunden, sondern die Kundenbeziehung. Es geht also nicht nur darum, wie viele Kunden Sie haben, sondern darum, wie viele Kundenbeziehungen vorhanden sind und wie komplex sie sind. Das erhöhte Wissen über potenzielle und bestehende Kunden und die dadurch bessere Betreuung sorgen für höhere Abschlussraten und weniger Kundenverluste. Das steigert die Rentabilität des Unternehmens. Wie Sie die Abschlussquote im Alltag steigern, lesen Sie in Angebote nachfassen im B2B-Vertrieb.

Wichtig: Customer Relationship Management muss im ganzen Unternehmen gelebt werden, von ganz oben bis ganz unten. Ein Werkzeug allein wird nichts nachhaltig verändern. Es gibt leider viele Fehler vor einer Implementierung, die oft dafür sorgen, dass Mitarbeitende das CRM nicht als primäres Werkzeug täglich nutzen. Die sollten Sie für eine erfolgreiche Umsetzung vermeiden. Bei Fragen dazu nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.

Kosten und Erträge: E > A

Wenn sich die Kosten der CRM-Software im Rahmen halten, erfahren Sie sehr schnell einen Return on Invest. Die Investition lohnt sich. Leider steht bei vielen Unternehmensentscheidern nicht die Investition in den Kunden im Mittelpunkt, also die Einnahmenseite, sondern das Spardiktat, also die Ausgabenseite. Wichtige Investitionen in die Zukunft des Unternehmens werden so auf die lange Bank geschoben.

Wenn ein Unternehmen bestehen und wachsen will, müssen die Einnahmen größer sein als die Ausgaben, die Erträge größer als die Aufwände. Das ist die Grundbedingung der Ökonomie, oder in einer kurzen Formel: E > A. Ohne Kunden gibt es keine Einnahmen. Wenn Unternehmen wirklich wachsen wollen, muss oft ein Umdenken stattfinden: weg von der reinen Kostenrechnung, hin zum Markt und zum Kunden. Eine solche Kunden-Offensive benötigt die richtigen Werkzeuge.

ERP schaut nach innen, CRM nach außen

In der IT wird diese Denkweise durch ERP-Systeme bestimmt. Sie lenken den unternehmerischen Blick aber nur nach innen, auf die Ressourcen, und nicht nach außen, auf Kunden und Märkte. Die Binnensicht der ERP-Systeme hilft hier nicht weiter. Nur mit CRM als führendem Instrument lässt sich die Unternehmensrendite nachhaltig steigern.

Auch der Weg dorthin lässt sich abkürzen: Wie sich Prozesse rund ums CRM digitalisieren lassen, zeigt Papierlos arbeiten im Vertrieb.

Häufige Fragen

Lohnt sich ein CRM-System?
Wenn sich die Kosten der Software im Rahmen halten, erfahren Unternehmen sehr schnell einen Return on Invest. Grundlage sind höhere Produktivität, bessere Betreuung der Kunden und höhere Abschlussraten.
Wie berechne ich den ROI eines CRM?
Er lässt sich an drei Punkten festmachen: Steigerung der Produktivität, Steigerung der Rentabilität sowie Kosten und Erträge. Beispiel: 10 Minuten weniger Recherche pro Tag bei 35 Euro Stundenkosten ergeben rund 1.280 Euro pro Mitarbeiter und Jahr (220 Arbeitstage).
Was ist der Unterschied zwischen CRM und ERP?
ERP-Systeme richten den Blick nach innen auf die Ressourcen des Unternehmens. CRM richtet ihn nach außen auf Kunden und Märkte.
Warum scheitern CRM-Projekte häufig?
Oft nutzen Mitarbeitende das CRM nicht als primäres Werkzeug, weil vor der Einführung Fehler passiert sind. CRM muss von ganz oben bis ganz unten gelebt werden.
Managt ein CRM Kunden oder Kundenbeziehungen?
Ein CRM managt Kundenbeziehungen, nicht die Kunden selbst. Entscheidend ist, wie viele Beziehungen vorhanden sind und wie komplex sie sind.
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Quellen und Hinweise

Das Rechenbeispiel (35 Euro pro Stunde, 10 Minuten pro Tag) ist ein Beispiel zur Veranschaulichung. Die Hochrechnung auf 220 Arbeitstage ist eine Annahme.